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Verena Themsen ...

... wurde zu spät geboren, um ein Blumenkind zu sein, und zu früh, um mit eleganter Selbstverständlichkeit durch die sozialen Netze zu balancieren. In der Zeit, in der sie die ersten Eindrücke von der Welt sammelte, waren Koteletten, Schnauzbärte und Tapeten in Orange und Braun der letzte Schrei. In der Folge überlebte sie Stirnbänder, toupierte Frisuren, dick aufgetragene Pastelltöne und Madonna. Somit war sie für alles gewappnet.

In dieser Zeit begann das Genre »Fantasy«, seinen Kopf selbstbewusst zu heben, und die Autorin war eine der eifrigsten Verschlingerinnen seiner Werke. Auch Science Fiction gehörte zum Lesestapel, denn getreu dem Motto, dass eine Technik nur weit genug fortgeschritten sein muss, um wie Magie zu wirken, erschienen ihr die Unterschiede der beiden Genres eher marginal.

Schon in jungen Jahren bewies sie auch eine rege eigene Fantasie. Mit den ersten Aufsätzen wurde klar, dass auch erzählerisches Talent vorlag. Trotzdem blieb die Beschäftigung damit über Jahrzehnte eher sporadisch und spielerisch; Veröffentlichungen gab es nur in Fanzines und Foren. Ihr Herz hängte sie in dieser Zeit an die Physik, die die Welt auf wundersame und faszinierende Art erklärte und ihr dabei die Mittel an die Hand gab, mit Taschenrechner, Kupferdraht und Schraubenschlüssel eigene Magie zu wirken.

Schließlich holten die alten Träume von Reisen zu fernen Welten und Abenteuern unter fremden Völkern sie jedoch wieder ein. Das Lesen darüber hatte sie nie aufgegeben, und irgendwann juckten die Finger genug, um selbst wieder zu Stift und Tastatur zu greifen. Dieses Mal ging sie aber einen Schritt weiter; sie suchte fachkundige Kritik und verfeinerte ihre Fertigkeiten bei Schreibworkshops in der schönen Katzbrui-Mühle. Wenn sie schon Werke an die Welt lieferte, wollte sie das ab jetzt auch mit einer Qualität tun, derer sie sich nicht schämen musste.

Damit hatte sie ihren Fuß auf einen Weg mit vielen verlockenden Gabelungen gesetzt. Die Katzbrui-Mühle führte zum ersten Angebot der Beteiligung an einem professionellen Projekt: Die Autorin sollte in einem von Uschi Zietsch geleiteten Team Romane über die Abenteuer zweier hilfesuchender Elfen in unserer Welt schreiben. Die ELFENZEIT-Reihe bot eine wunderbare Chance, sowohl über Vertrautes als auch Fantasievolles zu schreiben - ein Einsteigerprojekt, wie man es sich besser nicht wünschen konnte.

Bei dem an der ELFENZEIT-Reihe beteiligten Verlag Pabel-Moewig wurde man nun ebenfalls auf sie aufmerksam. Nach Abschluss der Romane lud die Redaktion sie zur Mitarbeit an der am längsten laufenden Science Fiction Serie der Welt ein: PERRY RHODAN. Seither hat die Autorin mehrere Hefte zu dieser Serie und ihren Nebenprodukten beigesteuert. Bisheriger Höhepunkt war die Zusammenarbeit mit Andreas Eschbach im Rahmen des Viererblocks »Die falsche Welt«, in dem die Autoren gemeinsam eine eigenständige Geschichte innerhalb des großen Zyklus-Handlungsbogens erzählten.

Und falls jemand wissen will, was Verena Themsen sonst so treibt: Seit sie ihre Promotions-Meriten in der Physik errungen hat, wendet sie ihr Wissen auf vielerlei Weisen in einer Heidelberger Firma an, die Spezialmaschinen für die Elektronikindustrie herstellt. Leben tut sie mit Mann und Kind in einer hübschen Gemeinde nicht weit von dieser alten Kulturstadt und genießt beim Schreiben Seeblick. Und in ihrer Freizeit widmet sie sich leidenschaftlich der Science Fiction, der (Urban) Fantasy und dem Mittelalter-Reenactment.